FEMS-App P(AV, E) Einspeisebegrenzung

Zu Beginn der Pho­to­vol­ta­ik-Ära war die durch das EEG (Erneu­er­ba­re Ener­gien Gesetz) garan­tier­te Ein­speis­ver­gü­tung so hoch, dass Erzeu­gungs­an­la­gen aus­schließ­lich als “Voll­ein­spei­se­an­la­gen” betrie­ben wur­den. Das heißt, die gesam­te erzeug­te Ene­ri­ge wur­de in das öffent­li­che Netz eingespeist.

Mitt­ler­wei­le sind neue Anla­gen so güns­tig gewor­den und auch die Ein­spei­se­ver­gü­tung so stark gesun­ken, dass die Eigen­nut­zung der Ener­gie immer attrak­ti­ver wird. 

Eine Ver­grö­ße­rung der Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge schei­tert nun aber häu­fig aber dar­an, dass die vom Netz­be­trei­ber geneh­mig­te Anschluss­leis­tung mit der bestehen­den Anla­ge bereits voll aus­ge­schöpft ist.

Die im Novem­ber 2018 ver­öf­fent­lich­te VDE-AR-N 4105 ermög­licht nun aber unter dem Punkt “PAV,E-Über­wa­chung (Ein­spei­se­be­gren­zung)”, mit dem Netz­be­trei­ber zu ver­ein­ba­ren, dass die instal­lier­te Erzeu­gungs­leis­tung (Pinst) höher sein darf, als die geneh­mig­te Anschluss­leis­tung (PAV,E).

Maxi­mal darf die instal­lier­te (Wech­sel­rich­ter-) Wirk­leis­tung Pinst das 1,67-fache der ver­ein­bar­ten Anschluss­leis­tung betra­gen. Bei den übli­chen 30 kW maxi­ma­ler Ein­spei­se­leis­tung am Haus­an­schluss dür­fen also maxi­mal 30 kW x 1,67 = 50 kW Wech­sel­rich­ter­leis­tung ver­baut werden.

Die FEMS-App PAV,E Ein­spei­se­be­gren­zung ermög­licht es, die Vor­aus­set­zun­gen für die­se “Über­bau­ung” der Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge einzuhalten.